Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Aktuelles

Sexuelle Belästigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz müssen in der Berufswelt und der Öffentlichkeit ernst genommen werden – überwiegend Frauen sind davon betroffen. Ende Juli startete die Antidiskriminierungsstelle des Bundes das neue Online-Portal #betriebsklimaschutz: Es werden 25 Maßnahmen vorgestellt, wie Unternehmen, Organisationen und öffentlicher Dienst ihre Beschäftigten vor sexueller Belästigung schützen können.

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Den Weltfriedenstag am 21. September 2021 nutzen Religionsgemeinschaften in Deutschland, um in einer konfessionsübergreifenden Aktion zusammen mit dem Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ein deutliches Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Mit einer Videobotschaft in den sozialen Medien wird an die Verantwortung aller appelliert, nicht wegzusehen, wenn Gewalt geschieht.

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Es ist wieder soweit: Unter dem Motto #schweigenbrechen ruft das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen erneut dazu auf, ein Zeichen zu setzen. Partnerinnen und Partner des Hilfetelefons können bereits jetzt Druckvorlagen für Plakate, Banner und Hissfahnen herunterladen, die erstmals die Möglichkeit bieten, eigene Logos zu integrieren.

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Vor zehn Jahren hat der Europarat die Istanbul-Konvention unterschrieben – ein Völkerrechtsabkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt an Frauen und häuslicher Gewalt. In Deutschland trat sie am 1. Februar 2018 in Kraft und ist seitdem rechtlich verbindlich. Doch inwieweit profitierten Frauen in ihrem Alltag davon?

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Die Istanbul-Konvention ist in der Theorie ein großartiges Instrument, um Frauen ein gewaltfreies Leben zu ermöglichen – so die Rechtsanwältin Asha Hedayati, die sich in Berlin für die Rechte gewaltbetroffener Frauen einsetzt. Dennoch erlebt sie Tag für Tag, an welchen Stellen es in der praktischen Umsetzung der Konvention hapert. Im Gespräch erläutert sie ihre Ideen und Lösungsansätze.

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„Sexarbeiterinnen sind in unserer Gesellschaft stets die letzten, bei denen Hilfe und Unterstützung ankommt“, sagt Andrea Hitzke, Leiterin der Dortmunder Mitternachtsmission e. V.. Während der Covid-19-Pandemie wurden viele Frauen in die Illegalität gedrängt, um Geld zum Überleben zu verdienen, und waren so von Gewalt, Ausbeutung und Menschenhandel betroffen.

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Mit rund 51.400 Kontakten ist die Zahl der Beratungen beim Hilfetelefon im Jahr 2020 erneut gestiegen. Mit einem Zuwachs von 15 Prozent ist dies der höchste Anstieg seit 2016. Rund 28.400 von Gewalt betroffene Personen nutzten 2020 das niedrigschwellige Angebot. Mehr als 11.000 Personen aus dem sozialen Umfeld Betroffener und Fachkräfte wurden beraten. Vor allem Anfragen zu häuslicher Gewalt nahmen im vergangenen Jahr zu.

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Die Corona-Pandemie auch beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ 2020 das alles bestimmende Thema. Unter den Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens steigt das Risiko für Frauen, dass sich häusliche Gewaltsituationen zuspitzen und eskalieren: Betroffene berichten von der Verschlimmerung von Gewaltausbrüchen sowie einer hohen Gereiztheit des Partners.

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Fachkräfte in Pflege- und Gesundheitsberufen sind aktuell besonders gefordert. Und das nicht nur, weil sie in der Pandemiebekämpfung eine wichtige Rolle spielen: Oft sind sie eine entscheidende Schnittstelle, wenn es um Betroffene von Gewalt geht. Die Koordinierungsstelle von S.I.G.N.A.L. e.V. sensibilisiert Fachkräfte für das Thema und gibt Schulungen.

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In Deutschland werden Frauenhäuser von zwei Dachverbänden vertreten, der Frauenhauskoordinierung und der Zentralen Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hat mit beiden gesprochen und sie nach ihren Eindrücken und Erfahrungen in den bewegten Zeiten der Covid-19-Pandemie befragt.

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