Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

07.03.2019

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen – "Wir brechen das Schweigen" erreicht Tausende

Rund um den 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, bewegte die Mitmachaktion des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" Menschen in der gesamten Bundesrepublik. Unter dem Hashtag #schweigenbrechen setzten sie gemeinsam ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Mit einem Video-Statement wandte sich Bundesministerin Franziska Giffey an die Menschen in Deutschland: "Wir alle können etwas tun, um Frauen dabei zu helfen, sich dauerhaft aus Gewaltsituationen zu befreien. Zum Beispiel, indem wir auf Unterstützungsangebote wie das Hilfetelefon 'Gewalt gegen Frauen' hinweisen und mithelfen, es bekannter zu machen." Durch den Einsatz tausender Unterstützerinnen und Unterstützer verbreiteten sich das Aktionsschild und der Hashtag #schweigenbrechen rasch in den sozialen Netzwerken und erreichten Millionen von Menschen.

Neben prominenten Persönlichkeiten wie Veronica Ferres, Marcus Mittermeier oder dem Team des Sat.1 Frühstücksfernsehens beteiligten sich vor allem zahlreiche Politikerinnen und Politiker mit einem Bild in den sozialen Netzwerken. Bundeskanzlerin Angela Merkel ließ über Regierungssprecher Steffen Seibert einen Dank an die Mitarbeiterinnen des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" richten.

Gemeinsam in Goch

Auch auf lokaler und regionaler Ebene machten engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer mit kreativen Aktionen auf das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" aufmerksam. Von bürokratischen Hürden ließen sie sich dabei nicht bremsen. So schlossen sich zwei Teams aus den Landkreisen Goch und Weeze kurzerhand zusammen, um ihre Aktion in die Tat umzusetzen. Ausgestattet mit auffälligen, großen Einkaufskörben verteilten sie neben Informationsmaterialien des Hilfetelefons symbolisch auch Tüten mit Hustenbonbons – damit beim Schweigenbrechen die Stimme nicht versagt.

Einfallsreich in Essen

Wer am 25. November durch die Essener Innenstadt schlenderte, konnte die engagierten Kräfte des Essener Frauenbündnisses und der Gleichstellungsstelle der Stadt Essen kaum übersehen. Regenschirme und Schärpen in Knallorange blitzten im Grau der winterlichen Ruhrmetropole und zogen Blicke und Menschen an, sodass die Mitarbeiterinnen mit Interessierten ins Gespräch kamen und auf das Angebot des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" hinweisen konnten.

Brüllen in Bayreuth

Die Universität Bayreuth nahm das Motto der Mitmachaktion wörtlich. Ausgerüstet mit dem Aktionsschild und einem gelben Megafon kamen Studierende, Lehrpersonal und Angestellte auf dem Campus zusammen um gemeinsam das Schweigen zu brechen!

Handfest in Hamburg

Die UID Women sind eine europäisch-türkische gemeinnützige Organisation mit Ortsvereinen in ganz Europa. In der Hamburger Innenstadt zogen sie mit einem kreativen Angebot die Blicke auf sich: Passantinnen und Passanten hatten die Möglichkeit, ein Statement sowie ihren Handabdruck mit bunter Fingerfarbe auf einer Leinwand zu hinterlassen – als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen.

Durchschlagender Erfolg in Dormagen

Schon die schiere Zahl der Unterstützenden, die am 25. November zum Start des neuen Netzwerks "Dormagen gegen Gewalt an Frauen" vor Ort waren, machte Eindruck. Neben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus Beratungsstellen und Stadtverwaltung strömten auch Kräfte des Berufsbildungszentrums, der Landesregierung, des Jugendzentrums sowie viele ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer in die Dormagener Innenstadt, um gemeinsam deutlich zu machen: Hier ist kein Platz für Gewalt an Frauen! "Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass wir nicht wegsehen, sondern uns gegen Gewalt an Frauen und Mädchen aussprechen", erklärte Anja Hain, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Unterstützt wurde das Netzwerk auch von der örtlichen Verkehrsgesellschaft, die Werbeflächen in ihren Stadtbussen zur Verfügung stellte: Plakate und digitale Banner wiesen auf das Thema hin.

Neben den vorgestellten Beiträgen wurden am Aktionstag noch viele weitere Ideen vor Ort und im Netz umgesetzt. Alle Posts zum Hashtag #schweigenbrechen haben wir in unserer Fotogalerie gesammelt. Bis zur nächsten Mitmachaktion bleiben sie dort hinterlegt.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für die großartige Unterstützung!

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