Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

13.12.2021

Immer mehr Menschen sind laut gegen Gewalt an Frauen

Rückblick auf die Mitmachaktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Bully Herbig, Anne Will, Max Moor, Ursula Karven, Sebastian Fitzek, Ildiko Kürthy und viele mehr waren dabei: Prominente posteten Selfies mit dem Aktionsschild des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ in ihren sozialen Medien. Zu dieser Mitmachaktion unter dem Motto „Wir brechen das Schweigen“ anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen rief das Hilfetelefon auch in diesem Jahr Bürgerinnen und Bürger in ganz Deutschland auf. Gewaltbetroffene Frauen sollen wissen, dass es Unterstützungsangebote wie das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ gibt, um Wege aus der Gewalt zu finden – so das Ziel dieser bundesweiten Aktion, die unter der Schirmherrschaft der im November noch amtierenden Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht stand.

Unterstützung von allen Seiten

Neben engagierten Prominenten aus Film, Fernsehen und Theater sowie Persönlichkeiten aus der Medienbranche beteiligten sich auch Politikerinnen und Politiker. So zeigten unter anderem Bodo Ramelow, Dorothee Bär, Daniel Günther und Alicia Bokler Gesicht. In der Fotogalerie #schweigenbrechen auf der Webseite des Hilfetelefons finden Sie die gesammelten Beiträge. Darüber hinaus beteiligten sich Menschen aus ganz unterschiedlichen Lebens- und Berufsbereichen an der Mitmachaktion des Hilfetelefons – von Gesundheit über Sport, Freizeit, Bildung bis hin zum Kulturwesen. Von Nord bis Süd und Ost bis West erhoben Verbände, Organisationen, Einrichtungen, Vereine und Polizeistellen ihre Stimme gegen Gewalt an Frauen.

Spotlights auf Städte

In den letzten Jahren folgten insbesondere immer mehr Städte und Landkreise dem Aufruf des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ und beteiligten sich mit kreativen Ideen an der groß angelegten Mitmachaktion – teilweise weiteten sie ihr Aktionsprogramm über den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen aus. Ein Beispiel ist die Stadt Bad Schwartau: Dort verpackten Bäckereien ihre Waren in Brötchentüten, auf denen die Telefonnummer des Hilfetelefons aufgedruckt ist. Eine Filiale legte zudem eine Woche lang Infobroschüren, Kugelschreiber, Einkaufschips und Taschentuchpackungen mit dem Logo des Hilfetelefons aus, die Kundeninnen und Kunden mitnehmen und weiterverteilen konnten.

Plakativ im öffentlichen Verkehr

Darmstadt, Oldenburg und der Landkreis Harburg legten im Rahmen ihrer mehrtätigen Kampagnen beispielsweise einen besonderen Schwerpunkt auf den öffentlichen Nahverkehr. Busse, Bahnen und Haltestellen versah die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit QR-Codes, die auf Unterstützungsangebote wie das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ verwiesen. Kino- und Radiospots, die städtische Webseite und Anzeigen in Printmedien ergänzten diese Informationen. Das Gleichstellungsbüro der Stadt Oldenburg rückte das Thema Gewalt gegen Frauen in städtischen Bussen mit acht Plakatmotiven in den Fokus: Die unterschiedlichen Bildmotive, auf denen jeweils die Nummer 08000 116 016 des Hilfetelefons zu sehen war, sprachen gewaltbetroffene Frauen mit unterschiedlichem Bildungsstand, Alter und kulturellem Hintergrund an – denn jede Frau kann von Gewalt betroffen sein.

Feuerwehr mit klaren Botschaft

Der Landkreis Harburg startete am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen ein 16-tägiges Programm, das am 10. Dezember – dem Tag der Menschenrechte – endete. Ein Kampagnenbus mit dem Slogan „Du bist nicht allein“ und Aufklebern des Hilfetelefons „Gewalt gegen Frauen“ zog nicht nur während seiner Fahrten Aufmerksamkeit auf sich. An ausgewählten Tagen wurde der Bus zur Unterstützung der Kampagne auf öffentlichen Plätzen positioniert. Die Einsatzfahrzeuge der Harburger Feuerwehr sind ebenfalls mit dem Logo des Hilfetelefons beklebt.

„Wir brauchen Ihre Solidarität, um gegen Gewalt an Frauen vorzugehen! Danke für das großartige Engagement bei unserer Mitmachaktion“, sagt das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“.

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