Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

02.04.2020

"Wir brechen das Schweigen" 2019 – Städte und Gemeinden zeigen großen Einsatz – Aktionsposts erreichen 250.000 Menschen

Auch 2019 hat das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" wieder zum #schweigenbrechen aufgerufen. Aus ganz Deutschland folgten zahlreiche Menschen, Städte und Gemeinden der Aufforderung von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey, der Schirmherrin der Aktion, und machten am 25. November auf den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und das Hilfetelefon aufmerksam. 400 Aktionsfotos verbreiteten die Rufnummer des Hilfetelefons in den sozialen Medien. Die beeindruckende Vielfalt an engagierten Beiträgen zeigt die Fotogalerie zur Aktion. Der Hashtag #schweigenbrechen wurde über 1000-mal genutzt und allein die Posts des Hilfetelefons zur Aktion "Wir brechen das Schweigen" erreichten mehr als 250.000 Menschen.

"Viele betroffene Frauen schämen sich und es fällt ihnen schwer, über das Erlebte zu reden. Doch reden kann helfen. Es gibt viele Einrichtungen, die Frauen unterstützen, sich dauerhaft aus einer Gewaltsituation zu befreien. Eine davon ist das Hilfetelefon 'Gewalt gegen Frauen', das jeden Tag rund um die Uhr erreichbar ist. Bitte unterstützen Sie uns dabei, das Hilfetelefon noch bekannter zu machen, damit mehr Frauen wissen, wohin sie sich wenden können", lautete der Appell der Ministerin.

Von Saarbrücken bis Berlin und von Augsburg bis Hannover wurde das Schweigen gebrochen

Von der bedruckten Brötchentüte über Gruppenfotos mit dem Aktionsschild bis hin zu großen Plakatierungen im Außenbereich setzten Gleichstellungsbeauftragte, Vereine, Städte und Kommunen bundesweit ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und riefen ihre Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen auf.

In Bergkamen versammelten sich beispielsweise der Bürgermeister und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ein gemeinsames Foto mit Aktionsschildern. Im benachbarten Unna entrollten die Kreispolizeibehörde, das Frauenforum im Kreis Unna e.V. sowie die Gleichstellungsbeauftragte und engagierte Bürgerinnen und Bürger ein Hilfetelefon-Banner für ein Gruppenfoto. Auch das Team Gleichstellung der Region Hannover nahm mit einem gemeinsamen Foto an der Aktion teil.

Ein besonders großes Gruppenbild erreichte uns von der Stadtverwaltung und dem Netzwerk Häusliche Gewalt Bochum, die sich mit vielen Aktionsschildern und einem Hilfetelefon-Banner aus der Vogelperspektive ablichten ließen. Auf sechzehn Großflächenplakaten wies das Frauenbüro des Regionalverbands Saarbrücken in den Regionalverbands-Kommunen auf das Hilfetelefon und den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen hin. Und auch aus dem Sport erhielt die Aktion "Wir brechen das Schweigen" Unterstützung: So posteten drei Spieler des FC Viktoria Köln 1904 e. V. ein gemeinsames Bild mit dem Aktionsschild. Darüber hinaus wurden am Aktionstag noch viele weitere Ideen vor Ort und im Netz umgesetzt.

Mehr als 100 Prominente aus Kultur und Politik posteten ihr Aktionsfoto

Prominente Unterstützung erhielt das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" von mehr als 100 bekannten Gesichtern aus Film, Fernsehen, Musik und Politik. Unter anderem posteten Michael "Bully" Herbig, Veronika Ferres, Hans-Joachim Heist (Gernot Hassknecht), Carolin Kebekus, Bjarne Mädel, Ruth Moschner und Kaya Yanar Fotos von sich mit dem Schild der Aktion "Wir brechen das Schweigen". Großen Einsatz zeigte auch die Bundes- und Landespolitik: So posteten beispielsweise Olaf Scholz und Annegret Kramp-Karrenbauer aber auch Hubertus Heil, Daniel Günther und Martin Schulz Fotos von sich mit dem Aktionsschild in ihren sozialen Netzwerken und machten dadurch Hunderttausende Followerinnen und Follower auf #schweigenbrechen aufmerksam. Mit ihrer Unterstützung wurde die Aktion deutschlandweit sichtbar.

Zur Fotogalerie „Wir brechen das Schweigen“ 2019

"Unser Ziel ist es, so vielen Frauen wie möglich den Weg aus der Gewalt in ein besseres Leben zu weisen. Der erste Schritt besteht darin, dass sie erfahren, dass es Beratungsmöglichkeiten wie das Hilfetelefon gibt", erklärte Edith Kürten, die Präsidentin des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Mit ihrem Engagement haben die Unterstützerinnen und Unterstützer auch im vergangenen November wieder tatkräftig dafür gesorgt, dass das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" diesem Ziel ein weiteres Stück näherkommt.

Vielen, vielen herzlichen Dank an alle Teilnehmenden für ihren Einsatz!

Seite empfehlen: