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Neue Motive sensibilisieren für Strategien des Menschenhandels
Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsheirat und Arbeitsausbeutung stellen schwere Formen von Gewalt. Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" möchte betroffene Frauen, ihr soziales Umfeld und Fachkräfte noch besser erreichen und das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Seit 2024 macht das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" daher mit neuen Bildmotiven auf die Notlage der Betroffenen aufmerksam und hebt dabei das mehrsprachige Erstberatungsangebot des Hilfetelefons auch zum Thema Menschenhandel hervor. Der Teilkampagne wird voraussichtlich bis Mitte 2026 fortgeführt.
Menschenhandel geht über Landesgrenzen hinaus
Menschenhandel ist ein globales Problem und betrifft Menschen aus unterschiedlichen Ländern. Polizeilichen Statistiken zufolge ist die überwiegende Mehrzahl der erfassten Opfer von sexueller Ausbeutung weiblich. Menschenhändler täuschen Frauen mit falschen Versprechen und bewegen sie dazu, ihr Zuhause zu verlassen. Viele Frauen stimmen dem Ortswechsel anfangs zu, weil sie über die wahren Arbeits- und Lebensbedingungen belogen werden. In der Fremde arbeiten sie oft unter ausbeuterischen Bedingungen. Ihnen wird Gewalt angedroht oder sie werden misshandelt. Betroffene von Menschenhandel befinden sich meist in äußerst vulnerablen Situationen – durch wirtschaftliche Not im Herkunftsland, unsicheren Aufenthaltsstatus oder mangelnde Sprachkenntnisse.
Hinweis:Stockfotos. Gestellt von Models.
Aufklären und empowern
Ziel der neuen Motive ist es, über die Mechanismen im Bereich Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung aufzuklären und für die Strategien der Täter zu sensibilisieren. Die vier Hauptmotive veranschaulichen, wie Menschenhändler Frauen mit falschen Versprechen dazu bewegen, ins Ausland zu gehen. Sie zeigen, wie Betroffene mit Gewalt oder Androhung von Misshandlung unter Druck gesetzt werden. Was zunächst wie eine Chance auf einen guten Job oder wie der Traum von der großen Liebe beginnt, kann sich schnell zu einer Zwangslage entwickeln. Betroffene werden nicht nur bedroht und erpresst, sondern erfahren zudem auch körperliche und psychische Gewalt.
Motive digital und analog
Während des Kampagnenzeitraums werden in Intervallen digitale Anzeigen bei Google sowie auf Facebook und Instagram geschaltet. Um möglichst viele Betroffenen in ihrer Muttersprache anzusprechen, erscheinen die Anzeigen auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Rumänisch. Zusätzlich sind in ausgewählten Rotlichtvierteln in Berlin, Dresden, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart großformatige Plakate an Außenwerbeflächen zu sehen.
Die Loverboy-Methode
In den sozialen Medien macht das Hilfeteelfon "Gewalt gegen Frauen" außerdem auf die sogenannte Loverboy-Methode aufmerksam. Bei dieser Methode gewinnen Täter junge Frauen durch Liebesversprechen emotional und nutzen sie finanziell aus. Mit den Anzeigen informiert das Hilfetelefon über diese Form der Gewalt und ermutigt junge Frauen dazu, sich an das bundesweite Beratungsangebot zu wenden, sobald das Bauchgefühl signalisiert, dass etwas nicht stimmt.
Teilen Sie unsere Motive in den sozialen Medien
Helfen Sie mit, von Menschenhandel betroffenen Frauen einen Ausweg aufzuzeigen. Laden Sie unsere Motive herunter und teilen Sie diese über Ihre sozialen Netzwerke.
Hinweis:Stockfotos. Gestellt von Models.
Kostenfreie Infomaterialien
Für alle, die auf das Thema Menschenhandel und das Beratungsangebot des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" aufmerksam machen möchten, gibt es verschiedene Materialen, die genutzt werden können: Plakate mit den Kampagnenmotiven auf Deutsch und Englisch, Flyer für Unterstützende, Mini-Klappflyer für Betroffene in 19 Sprachen zur einfachen Weitergabe im Visitenkartenformat sowie eine mehrsprachige Postkarte.
Alle Materialien können unter www.hilfetelefon.de/materialien heruntergeladen oder kostenfrei bestellt werden.







