Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Newsletter 1/2019

07.03.2019


Top-Thema

Vergewaltigt. Verkauft. Und trotzdem durchgestartet.

Die Dortmunder Mitternachtsmission macht Betroffene von Menschenhandel stark

Monat für Monat treffen Frauen bei der Dortmunder Mitternachtsmission ein, die auf der Flucht vor Menschenhändlern sind. Viele der Betroffenen kommen aus Westafrika und wurden in Deutschland zur Prostitution gezwungen. Bei der Mitternachtsmission finden sie Schutz und Beratung. Die vielen haupt- und ehrenamtlichen

Mitarbeiterinnen helfen in mehreren Sprachen und begleiten die Frauen auf ihren ersten Schritten in ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland. "Ungeachtet aller Traumata und Verletzungen bauen sich viele Frauen schnell neues Leben auf", berichtet die Leiterin der Mitternachtsmission Andrea Hitzke.


Hintergrund

Menschenhandel in Deutschland: Zahlen und Fakten

Häufigster Zweck ist die sexuelle Ausbeutung von Frauen

Menschenhandel in Deutschland? Dass diese gravierende Form der Ausbeutung auch in der Bundesrepublik keine Seltenheit ist, belegt ein 2019 erschienener Bericht des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung. In 66 Prozent aller dokumentierten Fälle geht es um die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Mädchen. Die Betroffenen sind mit klassischen Hilfsangeboten äußerst schwer zu erreichen, weiß Sophia Wirsching vom Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e. V..


Gastbeitrag

Dreieinhalb Jahre "Mädchen sicher inklusiv" – eine Bilanz

Abschluss des Modellprojekts zum Schutz von Mädchen und jungen Frauen mit Behinderung

"Wir wollen Mädchen und junge Frauen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung nachhaltig besser vor Gewalt schützen": Das war das Ziel des Modellprojekts "Mädchen sicher inklusiv", das vor dreieinhalb Jahren ins Leben gerufen wurde. Im Dezember 2018 zog der Träger des Projekts, der "Mädchenhaus Bielefeld e. V.", im Rahmen einer großen Abschlussveranstaltung Bilanz. Auch das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" war dabei und informierte über sein barrierefreies Beratungsangebot.


Mitmachaktion

Gemeinsam stark gegen Gewalt an Frauen

"Wir brechen das Schweigen" erreichte Menschen in ganz Deutschland

Rund um den 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, bewegte die Mitmachaktion des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" Menschen in der gesamten Bundesrepublik. Ob in Goch, Wiesbaden oder Essen: Bundesweit beteiligen sich zahlreiche Engagierte mit kreativen und lautstarken Aktionen und setzten so ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Auch im Netz posteten viele Unterstützerinnen und Unterstützer Selfies mit unserem Aktionsschild und der 08000 116 016.


Justizministerin verurteilt sexualisierte Gewalt

Dr. Katarina Barley, Bundesjustizministerin, schreibt in ihrem Gastbeitrag in der Rhein-Neckar-Zeitung, was sich seit der #MeToo-Debatte in Deutschland verändert hat – und was sich noch ändern muss, damit gewaltbetroffene Frauen die Hilfe finden, die sie benötigen.


Hinweis für Unterstützerinnen und Unterstützer

Sie möchten einen Beitrag aus unserem Newsletter in Ihren eigenen Medien zu veröffentlichen oder über Ihre Netzwerke verbreiten? Dann sprechen Sie uns gerne an: 030 700 186 722.


Frauengesundheit

Aktion "Roter Stöckelschuh"

Gynäkologische Praxen heißen Sexarbeiterinnen willkommen

Beim Besuch bei ihrer Frauenärztin verschweigen viele Sexarbeiterinnen, welchem Beruf sie nachgehen – die Unsicherheit darüber, wie die Ärztin reagieren wird, ist groß. Damit auch Sexarbeiterinnen eine umfassende fachärztliche Betreuung in Anspruch nehmen können, haben engagierte Gynäkologinnen und Gynäkologen und Sexarbeiterinnen die Aktion "Roter Stöckelschuh" ins Leben gerufen. Mit einem entsprechenden Aufkleber signalisieren die Praxen: Hier werden Sexarbeiterinnen wertschätzend und umfassend betreut.


Neues vom Hilfetelefon

Neue Adressdatenbank – Ihre Mitarbeit ist gewünscht!

Einrichtungen sind aufgefordert, sich umgehend zu registrieren

Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" versteht sich als Lotse zu den Fachberatungsstellen sowie anderen Einrichtungen vor Ort. Bei Bedarf geben die Beraterinnen Adressen und Telefonnummern der örtlichen Beratungsstellen an Hilfesuchende weiter. Im Zuge der Erneuerung unseres Adressdatenservers ist es derzeit dringend erforderlich, dass sich Einrichtungen des Hilfesystems ab sofort erneut registrieren – auch solche, die in der Vergangenheit bereits registriert waren.


Infomaterial

Empowerment per Post verschicken

Über 160.000 Freecards des Hilfetelefons verteilt

Die Frau mit Kind auf dem Arm blickt eindringlich in das Gesicht des Betrachters. "Er wird uns überall finden, hat er gesagt. Aber jetzt rede ich." Auf handlichen Postkarten waren die Motive der neuen Kampagne des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" im Januar und Februar bestens greifbar. Sie lagen an über 1.000 Orten in der Bundesrepublik aus – prominent platziert und zugleich diskret entnehmbar in Karten-Aufstellern, die in Kinos, Restaurants und Kneipen aufgestellt waren. Auch Sie können die Postkarten und zahlreiche weitere Infomaterialien des Hilfetelefons kostenfrei über unsere Webseite bestellen und verteilen.

 


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