Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Newsletter 4/2017

09.11.2017


Top-Thema

"Strafverfahren sind überaus belastend für gewaltbetroffene Zeuginnen"

Neues Gesetz ermöglicht Frauen professionelle psychosoziale Begleitung im Gerichtssaal

Wenn ich ihn anzeige, muss ich dann den Strafprozess alleine durchstehen? Nein! Seit dem 1. Januar 2017 haben besonders schutzbedürftige Zeuginnen einen Anspruch auf professionelle Begleitung und Betreuung während eines Gerichtsverfahrens: die Psychosoziale Prozessbegleitung. Der Bundesverband Frauenberatungsstellen

und Frauennotrufe hat bereits 45 Prozessbegleiterinnen ausgebildet. Geschäftsführerin Katja Grieger erklärt im Interview, wer das Angebot in Anspruch nehmen kann und wie Prozessbegleiterinnen von Gewalt betroffene Frauen konkret unterstützen.


Aufruf

"WEG AUS DER GEWALT"

Jetzt mitmachen

Beteiligen Sie sich an unserer Mitmachaktion "Wir brechen das Schweigen"!

Der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November rückt näher. Auch in diesem Jahr rufen wir gemeinsam mit Bundesfamilienministerin und Schirmherrin der Aktion Dr. Katarina Barley dazu auf, das Schweigen zum Thema Gewalt gegen Frauen zu brechen. Unter dem Motto „WEG AUS DER GEWALT“ können Sie sich in den sozialen Medien und vor Ort an der Aktion beteiligen. Zeigen Sie gewaltbetroffenen Frauen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht allein sind. Helfen Sie mit, die 08000 116 016 noch bekannter zu machen. Alle Informationen und Materialien zum Herunterladen finden Sie auf unserer Aktionsseite.


Engagement

Blickfang im Herzen der Stadt: starke Statements gegen Partnergewalt

Gleichstellungsbeauftragte holt Schlösser-Aktion des Hilfetelefons nach Meppen

Tausende Liebesschlösser schmücken die viel frequentierte Hubbrücke im Zentrum Meppens. Dass Liebe jedoch auch in Gewalt münden kann, darauf machte das Hilfetelefon im vergangenen Jahr mit einer Banner-Kampagne auf der Kölner Hohenzollernbrücke aufmerksam – Deutschlands berühmtester Liebesschlösser-Kulisse. Botschaften wie „Ein Liebensbeweis. Kein Freifahrtschein“ rüttelten auf. Angetan von der Aktion hat die Meppener Gleichstellungsbeauftragte Elisabeth Mecklenburger die Kampagne nun ins Emsland geholt. Zu sehen ist die Ausstellung in über fünf Sprachen ab dem 13. November 2017.


Stark für das Hilfetelefon

Stadt, Land, Bus

Landkreise werben im öffentlichen Nahverkehr für das Hilfetelefon

Immer mehr Landkreise weisen mit beklebten Bussen in ländlichen Regionen und Kleinstädten auf das Beratungsangebot des Hilfetelefons hin. Seit 2015 rollt der erste Linienbus mit der Telefonnummer des Hilfetelefons durch den Landkreis Harburg. Initiatorin und Gleichstellungsbeauftragte Andrea Schrag ist begeistert von der positiven Resonanz und der steigenden Zahl der Hilfesuchenden in den lokalen Beratungseinrichtungen. Das Hilfetelefon bedankt sich für das Engagement und unterstützt andere interessierte Landkreise bei der Umsetzung ihres Vorhabens.

© Frank Peters (Fotos/Lübeck)


Miniatur-Aktion

Kleine Szenen mit eindringlicher Wirkung

Miniaturen machten in Hamburgs Innenstadt auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam

Von Menschhandel über Häusliche Gewalt bis zu Stalking: Gewalt gegen Frauen hat viele Facetten und findet häufig mitten unter uns statt. Gemeinsam mit dem Miniatur Wunderland Hamburg machte das Hilfetelefon im Rahmen der Miniaturaktion auf diese Tatsache aufmerksam. Nur wenige Zentimeter große Figuren zeigten an belebten Hamburger Orten verschiedene Formen von Gewalt gegen Frauen. Passantinnen und Passanten stießen unerwartet auf die Szenen und teilten unter dem Hashtag #hinsehen ihre Eindrücke. Die Aktion erreichte in den sozialen Medien über eine Million Menschen.



Hinweis für Unterstützerinnen und Unterstützer

Sie möchten einen Beitrag aus unserem Newsletter über Ihre eigenen Kanäle und Netzwerke veröffentlichen? Dann sprechen Sie uns gerne an: 030 - 700 186 614.



Ankündigung

"Echte Kerle schlagen nicht"

Recklinghäuser Männer zeigen Gesicht gegen Häusliche Gewalt

Der Recklinghäuser Bürgermeister Christoph Tesche, Schauspieler Wichart von Roëll und Fußballer Ralf Fährmann machen sich stark gegen Gewalt an Frauen. Unter dem  Motto „Echte Kerle schlagen nicht“ zieren ihre Gesichter ein Jahr lang einen Bus in Recklinghausen. Zusätzlich sind die Motive einen Monat lang in allen Bussen der Stadt zu sehen; die Recklinghäuser Zeitung legt ihren Ausgaben Postkarten der Aktion bei. Die prominente Unterstützer-Kampagne startet in der Woche nach dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen. Initiator ist der Runde Tisch gegen Häusliche Gewalt der Stadt Recklinghausen. Ähnliche Aktionen mit diesem Motto fanden bereits in Bochum und Paderborn statt.


Kooperation

Nase frei – Gewaltfrei!

Mit Taschentüchern gegen Gewalt an Frauen

Herbstzeit ist Schnupfenzeit und die Saison, in der besonders viele Menschen die Apotheke ihres Vertrauens aufsuchen. Dies nimmt das Hilfetelefon zusammen mit dem Bundesverband Deutscher Apotheker e. V. (BVDA) zum Anlass, auf das Beratungsangebot des Hilfetelefons aufmerksam zu machen. Rund um den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen am 25.11. verteilen Apothekerinnen und Apotheker mit der Rufnummer des Hilfetelefons bedruckte Packungen und versuchen so, diskret auf das Hilfetelefon hinzuweisen. Apotheken können die Packungen kostenlos beim BVDA bestellen.


Infomaterial

Kostenfrei online bestellbar

Weitersagen heißt helfen

Ob Postkarten im Café, Flyer in der Arztpraxis oder Aufkleber in öffentlichen Toiletten – helfen Sie uns dabei, das Beratungsangebot des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" weiter bekannt zu machen. Verteilen Sie dazu die kostenlosen Informationsmaterialien oder bauen Sie das Logo des Hilfetelefons und den Kampagnenspot auf Ihrer Internetseite ein. Helfen Sie so von Gewalt betroffenen Frauen, einen Weg aus der Gewalt zu finden. Alle Materialien können Sie jederzeit auf www.hilfetelefon.de bestellen und herunterladen.


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