Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

24.06.2019

Jahresbericht 2018: Zahl der Beratungen beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" erneut gestiegen

Der sechste Jahresbericht des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" informiert über die Beratungsleistung im Jahr 2018 und nimmt darüber hinaus die Öffentlichkeitsarbeit in den Blick. 

Im Fokus: Empowerment

Frauen ernst nehmen, empowern und bestärken – das ist einer der wichtigs­ten Beratungsgrundsätze beim Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Ziel der Beratungen ist es, ge­waltbetroffene Frauen zu stärken, damit sie aus eige­ner Kraft zurück in ein selbstbestimmtes, gewaltfreies Leben finden. Das ist auch das Schwerpunktthema desJahresberichtes. Er vermittelt einen Eindruck, wie die Beraterinnen dies in der Beratung und Unterstützung der Frauen konkret umsetzen.

Neue Kampagne "Aber jetzt rede ich"

Die Zahl der Frauen, die mit dem Erlebten allein bleiben, ist weiterhin groß. Viele Frauen scheuen den ersten Schritt – aus Angst und Scham oder weil sie nicht wissen, wohin sie sich wenden können. Um noch mehr Frauen zu ermutigen, Unterstützungsangebote wahrzunehmen, hat das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ im November 2018 eine neue Öffentlichkeitskampagne gestartet. Die Kampag­ne „Aber jetzt rede ich“ soll Mut machen: Sie zeigt Frauen, die entschlos­sen sind, einen Weg aus der Gewalt zu finden. Lesen Sie im Jahresbericht über den Auftakt zur Kampagne und andere Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit wie die Mitmachaktion "Wir brechen das Schweigen". 

Wie oft wurde beraten?

Die statistische Auswertung stellt schließlich die wichtigsten Entwicklungen in Zahlen und Grafiken vor. Im Jahr 2018 wurde das bundesweite Beratungsangebot über 73.000 mal per Telefon, Chat und E-Mail kontaktiert. Rund 40.000 Kontakte führten zu intensiven Beratungen. Dies entspricht einem Anstieg bei den Beratungen von rund 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zu­gleich stieg der Anteil der Beratungsgespräche gemessen an den Gesamt­kontakten von 46 Prozent auf 57 Prozent. Dies zeigt: Immer mehr Frauen finden den Weg zur Beratung und immer zielgenauer erreicht das Hilfetele­fon mit seinem Angebot Betroffene, ihr Umfeld und auch Fachkräfte.

Seit der Gründung des Hilfetelefons vor sechs Jahren wur­den insgesamt knapp 185.000-mal Ratsuchende professionell beraten. Rund 90.000-mal vermittelte das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ hilfe- und schutzsuchende Personen an Unterstützungseinrichtungen vor Ort – am häufigsten an Beratungsstellen für gewaltbetroffene Frauen und Mädchen und Frauenhäuser.

Jahresbericht 2018 des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" – PDF, 5,24 MB

Pressemitteilung: Zahl der Beratungen beim Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" erneut gestiegen - PDF, 150 KB

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