Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Die Liebe besiegeln, nicht die Gewalt

Plakataktion vor Liebesschlössern: Das Hilfetelefon setzt in Köln ein Zeichen gegen Gewalt in Partnerschaften

Wie ein strahlender, farbenfroher Wandteppich säumen sie die Kölner Hohenzollernbrücke: Unzählige Sicherheitsschlösser, die dicht an dicht ein Metallgeländer bedecken. Sie wurden über Jahre hinweg von Paaren von überall her zusammengetragen. Oft mit Initialen oder persönlichen Widmungen versehen, symbolisieren sie eine unvergängliche Liebe.

Doch mit hoher Wahrscheinlichkeit steckt nicht hinter jedem Liebesschloss eine glückliche Geschichte: Studien zufolge hat jede vierte Frau in Deutschland bereits Gewalt in der Partnerschaft erlebt.

Eine romantische Kulisse – ein gravierendes Problem

Hierauf machte das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" vor der bildstarken Kulisse der Liebesschlösser vom 25. bis 31. Juli 2016 mit einer Aktion aufmerksam. 15 großformatige, weiße und orangefarbene Plakate griffen die Symbolik des Ortes auf und wiesen Passantinnen und Passanten auf das bundesweite Beratungsangebot hin. Mit Botschaften wie "Die Liebe besiegeln, nicht die Gewalt" oder "Ein Liebesbeweis, kein Freifahrtschein" lenkten sie den Blick auf die Tatsache, dass manche Liebesbeziehungen in Gewalt umschlagen – ein nach wie gravierendes Problem in der Gesellschaft. "Wenn die Liebe in Gewalt mündet, bietet das Hilfetelefon anonym und kostenfrei Beratung und Hilfe", sagte die Leiterin des Hilfetelefons Petra Söchting. "Wir unterstützen, bestärken und ermutigen Frauen, die nächsten Schritte zu gehen und sich aus der Gewaltsituation zu lösen."  

Teilen und Nachmachen war erwünscht

Die Plakate auf der Hohenzollernbrücke boten zugleich ein besonderes Fotomotiv. Das Hilfetelefon rief dazu auf, die Aktion mit dem Hashtag #hilfetelefon in den sozialen Netzwerken zu teilen und so ein Zeichen gegen Gewalt setzen. 
 

Möchten Sie die Liebesschlösser-Aktion selbst vor Ort umsetzen?

Gern senden wir Ihnen auf Anfrage an partnerbuero(at)hilfetelefon.de die Druckdaten für die Plakate zu. Bitte denken Sie jedoch daran, vorab eine entsprechende Genehmigung für die Anbringung der Plakate einzuholen. Das Partnerbüro des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" berät und unterstützt Sie hier gern.

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