Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Sondernewsletter - Jahresbericht 2019

05.05.2020


Top-Thema

Jahresbericht 2019: Bedarf nach Beratung bleibt hoch


Mit rund 45.000 Beratungskontakten ist die Zahl der Anfragen im Jahr 2019 erneut gestiegen.

2019 gab es 6,5 Prozent mehr Beratungen als im Vorjahr – sowohl per Telefon, Chat als auch E-Mail. Allein zum Thema häusliche Gewalt fandenrund 20.000 Beratungen statt. Zweithäufigstes Thema war sexualisierte Gewalt mit rund 4.400 Beratungen. Mit rund 3.500 Beratungen stieg auch die Nachfrage nach

fremdsprachiger Beratung deutlich um mehr als 29 Prozent. "Die Zahlen bestätigen aufs Neue, wie wichtig diese erste Anlaufstelle für die Betroffenen ist. In der aktuellen Corona-Krise ist die Bedeutung dieses europaweit einzigartigen Beratungsangebots sogar noch gewachsen" so Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.


Schwerpunkt

Anderen helfen, sich selbst schützen

Der professionelle Umgang mit den traumatischen Erlebnissen anderer

Jeden Tag werden die Mitarbeiterinnen der Beratung durch die Schilderungen der Ratsuchenden zu Zeugen traumatischer Erlebnisse. Um helfen zu können, müssen sie in der Lage sein, das Gehörte professionell zu verarbeiten. Gezielte Schulungen und Supervisionen unterstützen die Beraterinnen dabei, ihren anspruchsvollen Auftrag erfüllen zu können. Ebenso wichtig sind eine Grundhaltung, die Wert auf Selbstfürsorge legt, sowie eine empathische Arbeitsatmosphäre.


Zahlen auf einen Blick

230.000 Beratungen seit 2013

Infografik mit den wichtigsten Zahlen der letzten sieben Jahre

Seit dem Start im März 2013 konnte das Hilfetelefon vielen Frauen einen Weg aus der Gewalt zeigen: Insgesamt haben unsere Fachkräfte in den sieben Jahren 230.000-mal per Telefon, E-Mail oder Chat beraten. Rund 130.000 von Gewalt betroffene Personen und etwa 46.000 Personen aus dem sozialen Umfeld Betroffener sowie Fachkräfte nutzten das niedrigschwellige Angebot. 113.000-mal vermittelten die Beraterinnen Ratsuchende an Einrichtungen vor Ort, davon in 82 Prozent der Fälle an Beratungsstellen und Frauenhäuser.



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