Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Newsletter 3/2019

10.09.2019


Top-Thema

Arbeiten ohne Angst vor Übergriffen

Das bundesweite Projekt "make it work!" richtet sich gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz.

Anzügliche Witze, unangemessene Berührungen, schlechtere Bezahlung: Frauen erleben am Arbeitsplatz vielfältige Formen von Belästigung, Diskriminierung und Gewalt. Das Antidiskriminierungsgesetz von 2006 sehen viele als zahnlosen Tiger. Der Bundesverband

Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe möchte das nun ändern. Mit dem Projekt "make it work!" will der Verband den Wandel hin zu einer gewalt- und diskriminierungsfreien Arbeitskultur mitgestalten und sucht dafür Partner.


Expertinnengespräch

"Plötzlich hat man hunderte Hasskommentare"

Ein Gespräch mit Netzaktivistin Anne Roth über digitale Gewalt

Viele Frauen erleben digitale Gewalt im Internet. In unserem Interview kritisiert die Netzpolitikerin und Feministin Anne Roth, dass das Phänomen zu wenig erforscht und von der Politik kaum beachtet werde. Polizei und Staatsanwaltschaften müssten stärker sensibilisiert und Beratungseinrichtungen besser ausgestattet werden, fordert die Diplom-Politologin. In den Schulen sollte Medienbildung ausgebaut und Kindern von klein auf beigebracht werden, mit anderen auch im Internet respektvoll umzugehen.


Aus der Praxis

Erfolgreich im Kampf gegen digitale Gewalt

Der Frauennotruf Frankfurt hilft Betroffenen, sich gegen Übergriffe im Netz zu wehren.

Cyberstalking, Hate speech, Doxing sind alles Formen digitaler Gewalt. Die Beratungsstelle Frauennotruf Frankfurt beschäftigt sich seit Jahren mit diesem Thema und setzt sich für mehr Aufklärung ein. Angela Wagner, die Geschäftsführerin der Beratungsstelle, betont, dass man solche Cyber-Attacken sehr ernst nehmen sollte. Nicht alle Betroffenen wüssten, dass das, was ihnen widerfährt, strafbar ist. Häufig gehe es dabei um schwerwiegende Straftatbestände wie Nötigung, Beleidigung, Ausspähen und Nachstellen.


Stark für das Hilfetelefon

Schalke, Grönemeyer und Co.

Wie die Polizei Gelsenkirchen auf das Hilfetelefon aufmerksam macht.

Bettina Hartmann ist Kriminalhauptkommissarin der Polizei Gelsenkirchen und leitet das Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz. Sie selbst hat bei der Polizei viele Jahre Betroffene von häuslicher Gewalt betreut. Jetzt setzt sie sich dafür ein, dass Frauen von den Beratungsangeboten erfahren. Im Gespräch erklärt sie, wie sie die Kampagne des Hilfetelefons nutzt, um Betroffenen zu zeigen, dass sie sprechen können und nicht alleine sind.


Aktiv gegen digitale Gewalt

Auf www.aktiv-gegen-digitale-gewalt.de sammelt der bff: Frauen gegen Gewalt e. V. Informationen über verschiedene Formen digitaler Gewalt, was dagegen getan werden kann und wo es Hilfe gibt.


Hinweis für Unterstützerinnen und Unterstützer

Sie möchten einen Beitrag aus unserem Newsletter in Ihren eigenen Medien zu veröffentlichen oder über Ihre Netzwerke verbreiten? Dann sprechen Sie uns gerne an: 030 700 186 768.



Lesenswert

Grenzen setzen bei sexueller Belästigung!

Leitfaden neu aufgelegt

"Frauen werden wesentlich häufiger am Arbeitsplatz sexuell belästigt als Männer. Auch im Umgang mit dem Erlebten zeigen sich Unterschiede", erläutert die Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Doch die wenigsten Betriebe wissen, wie man interveniert oder bei Verdachtsfällen reagiert. Der Leitfaden für Beschäftige, Arbeitgeber und Betriebsräte informiert über Rechte, Präventionsmaßnahmen sowie Beratungsmöglichkeiten wie das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen".

 


"Aber jetzt rede ich" im Kino

Zeigen Sie den Hilfetelefon-Spot in Ihrer Stadt

Film jetzt kostenlos erhalten

Der Kampagnenspot "Aber jetzt rede ich" des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" zeigt fünf starke Frauen, die mutig ihren Weg aus der Gewalt gehen. Schauspielerin Alina Levshin leiht dem Spot ihr Gesicht und ermutigt die ZuschauerInnen, den ersten Schritt aus der Gewalt zu wagen. Zeigen Sie den Film in Ihrer Stadt. Sprechen Sie dazu Kinobetreiber in Ihrer Nähe an und bitten Sie sie, den Kampagnenfilm in ihr Programm aufzunehmen. Den Film stellen wir Ihnen in verschiedenen Formaten für Kino und TV kostenlos zur Verfügung.


Infomaterial

Barrierefrei, kostenlos und mehrsprachig

Die Materialien des Hilfetelefons online bestellen

Ob Postkarten im Café, Flyer in der Arztpraxis oder Aufkleber in öffentlichen Toiletten – helfen Sie uns dabei, das Beratungsangebot des Hilfetelefons "Gewalt gegen Frauen" weiter bekannt zu machen. Verteilen Sie dazu die kostenlosen Informationsmaterialien oder bauen Sie das Logo des Hilfetelefons und den Kampagnenspot auf Ihrer Internetseite ein. Helfen Sie so von Gewalt betroffenen Frauen, einen Weg aus der Gewalt zu finden. Alle Materialien – auch den aktuellen Jahresbericht – können Sie jederzeit auf www.hilfetelefon.de bestellen und herunterladen.

 

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